Der regionale Abfallverband Ravon musste vergangenes Jahr 1,1 Millionen Euro an die Müllverbrennungsanlage Lauta zahlen.

Fehlender Müll kostet Millionen

Regionaler Abfallverband muss an Betreiber zahlen / Geld aus Rücklagen

Hoyerswerda/Bautzen: Der Regionale Abfallverband Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon) hat in den vergangenen Jahren Millionen an die Müllverbrennungsanlage in Lauta wegen nicht gelieferter Abfallmengen bezahlt. Allein im vergangenen Jahr waren es laut Landratsamt Bautzen 1,1 Millionen Euro. Weiterlesen

Abfallverband kann nicht genug Müll liefern

30 000 Tonnen weniger / Müll muss anderweitig besorgt werden

Lauta: Der Regionale Abfallverband Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon) kann in diesem Jahr nicht die vertraglich zugesicherte Menge Müll in die Verbrennungsanlage nach Lauta liefern. Nun muss der Verband 30 000 Tonnen Abfall aus anderen Landkreisen hinzukaufen.

Nach Einschätzung des Betriebsleiters der Thermischen Abfallbehandlung (T. A.) Lauta, Hartmut Jäger, werden in diesem Jahr 30 000 Tonnen Abfall weniger nach Lauta geliefert. Diese Menge werde sein Unternehmen im Auftrage von Ravon am Markt zusätzlich besorgen müssen, um die vertraglich vereinbarte Liefermenge zu erreichen. Keine Angaben machte Jäger darüber, wie viel Ravon für die zusätzlichen Anstrengungen der T. A. Lauta bezahlt, damit die Mindermengen ausgeglichen werden.

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Bald keine Schranken mehr gegen Müllsünder

Von Von Reiner Hanke

Der Forstbezirk lässt an der Massenei die Schranken überall abmontieren. Die Wirkung auf Umweltfrevler ist sehr umstritten.

Manchmal müssen Spaziergänger gar nicht tief in den Wald hinein gehen, schon stolpern sie über Müll. Zum Beispiel an der Lichtenberger Straße Richtung Großröhrsdorf, südlich der Kuppe des Eierberges. Dort hat sich ein Umweltsünder zum Beispiel einfach eines Autositzes am Waldrand entledigt. An einer anderen Stelle liegt Plastikmüll neben verrottendem Papier.

Klagen über eine schwunghafte Müllentsorgung illegal im Wald kam in den vergangenen Wochen schon aus einigen Forstrevieren. Es ist ein flächendeckender Trend, den auch Ralf Schulze bestätigt. Die illegale Entsorgung sei grundsätzlich immer ein Problem, sagt der Großröhrsdorfer Revierförster, nehme aber derzeit wieder zu. Es sei die volle Bandbreite beim Müll, der im Wald lande. Angefangen bei Gartenabfällen über Hausmüll und gelbe Säcke mit Plastik bis zu Fernsehern und Kühlschränken.
 

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Bürger müssen für Fehlentscheidung zahlen

Warnende Stimmen vor dem Bau der Müllverbrennungsanlage in Lauta wurden vom Ravon und von der Politik ignoriert.
Von Von Ortrun Rümcke

Der Freistaat will sich nicht in die Angelegenheiten des Regionalen Abfallzweckverbandes Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon) einmischen. So wurde es im Oktober öffentlich verkündet.

Der Freistaat hatte sich allerdings 1997 für die Müllverbrennungsanlage in Lauta eingesetzt. Damalige Politiker wie Umweltminister Arnold Vaatz und auch andere Minister der CDU-Regierung sowie das Regierungspräsidium Dresden haben sich für den Bau der MVA ausgesprochen und somit den Ravon und die damaligen Kamenzer Landrätin Andrea Fischer (CDU) in diesem Vorhaben bestärkt.  

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Freistaat lässt die Finger von der „Akte Lauta“
Von Carina Brestrich

Sachsen will sich nicht in die Verhandlungen über Abfallmengen in der Lausitz einmischen. Ein Antrag der Linken ist jetzt gescheitert.

Es scheint, als komme das Thema nie zur Ruhe: Über keinen Abfallzweckverband wird im sächsischen Landtag so viel gesprochen wie über den Regionalen Abfallverband Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon). So drückte es die Abgeordnete Andrea Rothe von den Linken in der jüngsten Sitzung aus. Dort wurde jetzt ein Antrag der Partei beraten. Die Linke forderte vom Freistaat ein Konzept gegen höhere Müllgebühren in der Oberlausitz. Der wurde jedoch abgelehnt.

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